Glaube & Macht - Sachsen im Europa der Reformationszeit 2. Sächsische Landesausstellung 2003, Torgau, Schloss Hartenfels
Ausstellung Torgau Reiseangebote Information Presse Veranstaltungen Kontakt
Presse


Pressetexte

Bildarchiv

Newsletter


Übersicht bereits erschienener Newsletter

2. Sächsische Landesausstellung in Torgau –
Rückkehr nach Sachsen ?
Als sich im Jahr 1990 über 93 Prozent der Torgauer für eine Zugehörigkeit
zum Freistaat Sachsen entschieden, haben wir dies als eine Rückkehr nach 165 Jahren und als Überwindung der dynastischen Entscheidung von 1815 empfunden.
Als dann im Mai die 2. Sächsische Landesausstellung ihre Tore öffnete,war dies für uns mit der Rückkehr Torgaus in das Bewusstsein sächsischer Landesgeschichte verbunden. Für die Regionalgeschichte ist es ohnehin selbstverständlich, Residenz- und Reformationsgeschichte und damit die Zeit nach den großen Stadtbränden von 1442 und 1482 bis hin zum Kriegsjahr 1637 als den bedeutendsten Abschnitt Torgauer Vergangenheit zu reflektieren – einen Zeitraum, in dem die in ihrer Gesamtheit wohlerhaltene Renaissancestadt entstanden ist.

Ausgabe Nr. 11 zum Download als .pdf


Wittenberg und Torgau
Wer Wittenberg und Torgau in den gemeinsamen Blick nimmt, greift gern auf ein geläufiges Set von Zitaten und Daten zurück,um die enge Verbindung der beiden Städte in der Reformationszeit zu illustrieren:
„Wittenberg ist die Mutter,Torgau die Amme der Reformation“; Luther hat über 40 Mal die Residenzstadt Torgau besucht; hier ist sein Sohn auf die Lateinschule gegangen; Katharina von Bora star in den Mauern Torgaus und ist in der Stadtkirche begraben.

Die engen Verbindungen lassen sich mühelos erweitern,wenn man etwa Philipp Melanchthon mit einbezieht, den engsten Mitarbeiter Luthers, den „Lehrer Deutschlands“, den einflussreichen Humanisten und Reformator.Von ihm sind mehr als 80 Besuche in Torgau von Wittenberg aus bekannt; im März 1530 verfasste Melanchthon maßgeblich die Torgauer Artikel (Luther war unterdessen in Wittenberg); hier gelang es ihm, im Juni 1546 beim Kurfürsten den UniversitätsstandortWittenberg trotz des drohenden Krieges zu erhalten; die Frau seines Sohnes Philipp stammte aus Torgau; Melanchthon hat die Stadt Torgau sogar eines poetischen Lobpreises gewürdigt („In oppidum et arcem Torgensem“).

Ausgabe Nr. 10 zum Download als .pdf


Zeitschichten und Zeitgeschichte in Torgau
Mit der 2. Sächsischen Landesausstellung „Glaube und Macht“ erfährt Torgau eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit als Geschichtsort. Wer 2004 die Elbestadt besucht, wird von der Faszination kultur- und geistesgeschichtlicher Wurzeln Sachsens im 16. Jahrhundert in europäischer Perspektive angezogen. Für Interessierte öffnet sich bei der Begegnung mit dem historischen Ort auch zugleich eine „Zeitschneise“, die bis an die Gegenwart heranreicht.

Sie gibt den Blick auf eine gänzlich andere Geschichte überregionaler Tragweite frei:Torgau als Haftort in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowie der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR.

Die Geschichte beider Diktaturen, die Erinnerung an Unrecht und Leid sowie an den Widerstand gegen verschiedene diktatorische Regimes sind Gegenstand der Arbeit des Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau, einer Gedenkstätte unter dem Dach der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Mit den beiden Militärgefängnissen „Fort Zinna“ und „Brückenkopf“ und dem Reichskriegsgericht war Torgau während des Zweiten Weltkriegs Zentrale des NS-Wehrmacht-Strafsystems.

Nach dem Ende des Krieges richtete die sowjetische Geheimpolizei NKWD im Fort Zinna und in der benachbarten Seydlitz-Kaserne die Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 ein. Die DDR-Volkspolizei nutzte das Fort Zinna von 1950 bis 1990 für den Strafvollzug.

Ausgabe Nr. 8 zum Download als .pdf (407 kb)


Anschaulicher Schulunterricht in Torgau
Mit Torgau wurde eine Stadt als Schauplatz der 2. Sächsischen Landesausstellung gewählt, die als Handels- und Residenzstadt ein herausragender Ort nicht nur für die sächsische Geschichte ist. Von hier aus wurden Entwicklungen befördert, die den Gang der europäischen Geschichte beeinflusst haben. Im Titel der Ausstellung klingt dies an: „Glaube und Macht. Sachsen im Europa der Reformationszeit“.

Die Kurfürsten fällten in Torgau Entscheidungen, mit denen sie die Entwicklung der Reformation maßgeblich beförderten. Unter dem Schutz von Johann Friedrich dem Großmütigen konnte Luther, der mehr als vierzig Mal in Torgau predigte, seine nicht weniger als weltverändernden Ideen publik machen. Anliegen der Landesausstellung ist es, den Besuchern die damaligen Verhältnisse, Hintergründe und Perspektiven vor Augen zu führen. Dass die Stadt mit einer nahezu unversehrten Renaissance-Architektur aufwartet, macht einen Besuch der Ausstellung um so eindrücklicher.

Wie dies bereits bei der ersten der Fall war, richtet sich auch die zweite Sächsische Landesausstellung nicht zuletzt an Schülerinnen und Schüler – aus dem Freistaat Sachsen und darüber hinaus.

Selten kann Geschichts- oder auch Religionsunterricht so anschaulich gestaltet werden wie durch einen Besuch in Torgau. Zahlreiche begleitende Veranstaltungen speziell für Lehrerinnen und Lehrer geben Anregungen und Handreichungen, sich im Kontext der Ausstellung mit einem wichtigen Teil unserer Geschichte auseinander zu setzen.

Ausgabe Nr. 7 zum Download als .pdf (747 kb)


„Glaube und Macht“ Ein Thema für heute?
Die Verflechtung von Kirche und Staat ist ein spannendes Thema, das immer wieder in die Diskussion gerät, denn die Kirche erscheint vielen heute – aus Unkenntnis – mächtiger als sie eigentlich ist. Die eigentlich interessante Frage ist jedoch, wie sich Kirche zur Obrigkeit stellt.

Der Blick in die Geschichte zeigt, dass die evangelischen Kirchen in den vergangenen Jahrhunderten letztlich ausgesprochen obrigkeitstreu waren. Der alle Maßstäbe sprengende Machtmissbrauch der Obrigkeit im Dritten Reich jedoch führte zum Bruch. Seither begleitet die Kirche die Herrschenden in Ost und West aus kritischer Distanz und erhebt dort Einspruch,wo es Not tut. Dass die Person Martin Luthers bei der Beschäftigung mit der Reformation immer wieder in den Mittelpunkt rückt, ist wohl ambivalent zu sehen.

Er, der Reform nicht nur gepredigt, sondern selbst intensiv durchlitten hat, kann für viele heute ein Vorbild sein. Dem scheinbar unveränderbaren Lauf der Dinge hat er seine Überzeugungen entgegen gesetzt und so die Welt verändert. Zugleich scheint hier aber eine Sehnsucht nach „dem starken Mann“ auf, der die Dinge richtet – wie die Geschichte gezeigt hat, eine ganz eigene Gefahr. Da kann ein Film wie „Luther“ heilsam wirken. Denn hier wird anschaulich, dass es auf den Einzelnen ankommt, dass wirklich gute Gottesfurcht ein wichtiger Schritt zur Menschenfurcht, zur Ehrfurcht vor dem Leben der Mitmenschen – mit ihren Stärken und Schwächen – ist. Der Glaube, so wird deutlich, hat Luther getragen, hat ihm die Furcht vor seiner eigenen Courage genommen. Zivilcourage kann auch im Glauben wurzeln.

Ausgabe Nr. 6 zum Download als .pdf (271 kb)


1.000 Schulklassen – 500 Busse
„Die Schule sollte es sich immer zum Ziele setzen, den jungen Menschen als harmonische Persönlichkeit und nicht als Spezialisten zu entlassen“. Diesen Kerngedanken Albert Einsteins haben die Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen und alle 22 sächsischen Sparkassen aufgegriffen, um ihr gemeinsames Vorhaben, 1.000 Schulklassen aus Mittelschulen, Förderschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen in Sachsen den Besuch der 2. Sächsischen Landesausstellung „Glaube & Macht – Sachsen im Europa der Reformationszeit“ nach Torgau zu ermöglichen.

Ansporn und Herausforderung zugleich war dabei der beeindruckende Erfolg und die positive Resonanz auf den Besuch von 1.000 sächsischen Schulklassen bei der 1. Sächsischen Landesausstellung 1998 im Kloster St. Marienstern, der damals von der Sparkassenorganisation in einer Gemeinschaftsaktion ermöglicht wurde.

Ausgabe Nr. 5 zum Download als .pdf (344 kb)


„Glaube und Macht“ zur Anschauung bringen
Zu den vielen großartigen Kunstwerken, die ab dem 24.Mai nächsten Jahres auf Schloss Hartenfels zu sehen sein werden, gehört der Wolfgangsaltar des Hans Hesse, den die Kirchgemeinde St. Katharinen in Annaberg-Buchholz großzügigerweise nach Torgau entleihen wird.

Im Zentrum dieses um 1515 gefertigten Flügelaltares steht der heilige Wolfgang. Hans Hesse stellte den Schutzpatron der Bergleute in eine vom Bergbau geprägte Landschaft. Nur wenige Meter von dem sitzenden Heiligen entfernt, ereignet sich die Legende des Bergbaupatrons Daniel in Gestalt eines Bergknappen (mit Heiligenschein!): Einer göttlichen Eingebung folgend sucht Daniel auf einem Baum nach Schätzen. Erst der Hinweis eines Engels bringt ihn auf den Gedanken, die verheißenen Reichtümer nicht auf dem Baum, sondern unter seinen Wurzeln zu suchen...

Ausgabe Nr. 4 zum Download als .pdf (380 kb)


Torgau - Stadt der Renaissance und Reformation
Die Stadt Torgau sieht in der 2. Sächsischen Landesausstellung eine exzellente Gelegenheit, ihre Bekanntheit zu erhöhen und ihr Image als Stadt der Reformation und der Renaissance weithin sichtbar zu demonstrieren.

Die Stadt an der Elbe, eingebettet in eine einzigartige Naturlandschaft aus natürlichen Elbauen und waldreichen Heidegebieten, ist ein noch zu entdeckendes Kleinod unter den Städten des Freistaates. Die Landesausstellung zum Thema „Sachsen im Europa der Reformationszeit“ findet ihre inhaltliche Fortsetzung in der städtebaulichen Anlage und Architektur der vollständig erhaltenen Torgauer Altstadt...

Ausgabe Nr. 3 zum Download als .pdf (256 kb)


Reise in eine spannende Vergangenheit
Ab Mai 2004 kann eine Reise nach Torgau zugleich zu einer aufschlussreichen
Reise in eine spannende Vergangenheit werden.
Über Jahrzehnte, ja über Jahrhunderte, ist fast in Vergessenheit geraten, dass das Gebiet um Torgau und Wittenberg einst das Kernland Sachsens war.

Die 2. Sächsische Landesausstellung wird zu einer Entdeckungsreise in die reizvolle Landschaft rund um Torgau und in die sächsische Geschichte einladen. Dabei wird ein bunter und breit gefächerter Strauß von Ausstellungsobjekten und ergänzenden Angeboten die Zeit um 1500 und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebendig und erlebbar werden lassen...

Ausgabe Nr. 2 zum Download als .pdf (264 kb)

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
s-logo