Glaube & Macht - Sachsen im Europa der Reformationszeit 2. Sächsische Landesausstellung 2003, Torgau, Schloss Hartenfels
Ausstellung Torgau Reiseangebote Information Presse Veranstaltungen Kontakt
Presse


Pressetexte

Bildarchiv

Newsletter


Wie ein dreidimensionales Puzzle...

Ein Stadtmodell von Torgau um 1600 ist anlässlich der 2. Sächsischen Landesausstellung fertig gestellt worden

Am 28. August 2003 kann ein ungewöhnliches Projekt der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig an die 2. Sächsische Landesausstellung übergeben werden. Seit 2002 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der HTWK Leipzig mit einem Modell der Renaissancestadt Torgau (um 1600).

Die 2. Sächsische Landesausstellung 2004 in Torgau hat Sachsen im Zeitalter der Renaissance und Reformation zum Thema. Um die historische Stadtgestaltung von Torgau innerhalb der alten Stadtmauern im 16. Jahrhundert nachvollziehbar zu machen, entstand ein Modell im Maßstab 1:500. Ausgeführt durch Studierende des Fachbereichs Bauwesen/Studiengang Architektur an der HTWK Leipzig, ist dies eine einzigartige Kooperation mit der Stadt Torgau und der 2. Sächsischen Landesaustellung.

Professor Dipl. Ing. Ronald Scherzer-Heidenberger, Professor für Städtebau- und Regionalplanung und Professor Dr. Harald Marx, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden und Ausstellungskommissar der Landesausstellung, stellen in der Modellbauwerkstatt der HTWK dieses gemeinsame Projekt vor.

Um ein historisches Stadtmodell zu realisieren, müssen die unterschiedlichsten Informationen wie in einem dreidimensionalen Puzzle zusammengefügt werden. „Geschichte muss rekonstruiert werden. Das heutige Bild Torgaus stimmt ja nur teilweise mit dem vor gut vierhundert Jahren überein. Einige Fakten gelten dabei als gesichert, sind heute noch in den Gebäuden zu erkennen, andere gründen auf Vermutungen.“, sagte Professor Scherzer-Heidenberger. Quellen hierfür seien zum Beispiel zeitgenössische Gemälde und Stiche, historische Stadtkarten, Parzellenpläne und Steuerunterlagen. Dazu kommen Erkenntnisse zur Bodenbeschaffenheit, Ergebnisse an einzelnen Gebäuden von der Denkmalpflege wie über Stockwerkzahlen oder Dachformen, sowie die Nachforschungen des Torgauer Geschichtsvereins. Am Computer wird aus dieser Vielzahl von Informationen ein virtuelles Modell erstellt, auf dessen Grundlage das Holzmodell gefertigt wird.

Die Besucher der Landesausstellung werden sich erstmals ein konkretes Bild machen können von Torgau um 1600, das, vom mächtigen Schloss Hartenfels beherrscht, ein bedeutendes politisches und kulturelles Zentrum war, das Dresden damals an Größe und Bedeutung übertraf. Zugleich kann man sich an Hand des Modells über den Stand der Forschung klar werden. Denn alle Bauwerke, die als „gesichert“ gelten, sind in etwas dunklerem Holz gearbeitet, als diejenigen, an denen die Forschungen noch nicht abgeschlossen sind.

Die 2. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, vorbereitet und durchgeführt von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen gemeinsam mit allen sächsischen Sparkassen; präsentiert von MDR 1 Radio Sachsen und MDR Sachsenspiegel.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.Landesausstellung.Sachsen.de
Telefon/Fax: 0351/ 49 14 792

zur Übersicht

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
s-logo